Abteilung Bodenkunde

Rückegassen als Feinerschließungssysteme im Wald – Optimierung durch natürliche Regeneration und technische Maßnahmen unter Berücksichtigung der Belange von Naturschutz und Landschaftsplanung – RÜWOLA [Projekt der HAWK Göttingen & der HS Osnabrück]

Der in sechs Teilprojekte untergliederte und auf fünf Jahre angelegte Forschungsschwerpunkt hat zum Ziel, praktische und planerische Maßnahmen zu entwickeln, mit denen die Bodenfunktionen auf forstlichen Rückegassen nachhaltig gesichert werden können und das Regenerationspotential gesteigert werden kann. mehr.. 
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In dem Teilprojekt 4 „Schadensvermeidung bei mechanischer Belastung“ (Eine Zusammenarbeit des Instituts für Pflanzenernährung und Bodenkunde der CAU zu Kiel und der HAWK Göttingen) wird unter dem Aspekt der Schadensvermeidung die Wirkung wurzelintensiver Pflanzen auf die Tragfähigkeit der Böden bei Belastung durch Forstmaschinen geprüft. Dazu werden Versuche mit Holzerntemaschinen auf Kurzumtriebsplantagen und Waldstandorten durchgeführt. Das Wurzelgepflecht wurzelintensiver Pflanzen, wie zum Beispiel von Pappeln oder Weiden, ist in der Lage die Spannungseinträge der Maschinen zu reduzieren und so eine potentielle Unter-bodenverdichtung zu verhindern/ zu reduzieren. Neben dem Aspekt der Wurzelarmierung werden zusätzlich technische Möglichkeiten zur Spannungsreduktion untersucht. Dazu werden im Laufe des Projektes unterschiedlichste Spezialmaschinen, wie zum Beispiel der EMB Elliator (siehe Bild), sowie Maschinenmodifikationen getestet. Neben den Spannungsmessungen finden zu jeder Fragestellung auch bodenphysikalische Untersuchungen statt, um den Einfluss der Maschinen zu dokumentieren und die Bodenstabilität abzuleiten. Zu den untersuchten Parametern, welche grundsätzlich in 20 cm, 40 cm und 60 cm Bodentiefe bestimmt worden sind, gehören die gesättigte Wasser-leitfähigkeit, die Luftleitfähigkeit, die Vorbelastung, das Scherverhalten sowie die Porengrößenverteilung.

Projektbearbeiter: Roland Riggert