Abteilung Bodenkunde

Untersuchung der physikochemischen und mechanischen Eigenschaften von vulkanischen Ascheböden in Südchile und der Konsequenzen für die daraus resultierende Erodibilität

Die Hauptzielsetzung dieses interdisziplinären Verbundprojektes besteht in der Untersuchung der physikochemischen und mechanischen Eigenschaften und der daraus resultierenden Erosionsneigung von vulkanischen Ascheböden in Südchile in Abhängigkeit von Alter, Entwicklungszustand und Nutzungsform der Böden. mehr... Vulkanascheböden stellen in vielerlei Hinsicht – wie Porosität, Verdichtbarkeit, Erosionsverhalten, Kornform, Benetzbarkeit, Dynamik der Bodenentwicklung – Extremstandorte dar. Gemessen an der Verbreitung und der wirtschaftlichen Bedeutung dieser Böden liegen zwar einige bodenphysikalische und chemische Daten vor, doch können diese Erkenntnisse bisher kaum in allgemeine Kategorien übertragen und auch nicht hinsichtlich der räumlichen Vernetzung und Relevanz bewertet werden.
Daher werden mit dem vorliegenden methodischen Ansatz an 4 Standorten mit je 1–4 Profilen auf Flächen unterschiedlicher Landnutzungsformen (Wald, Grünland, Acker) signifikante physikalische Parameter zur Kennzeichnung des physikochemischen, mechanischen und hydraulischen Verhaltens dieser Böden identifiziert und bewertet. Auf diese Weise soll die besondere Bedeutung physikalischer Parameter für die Materialumlagerungen von Ascheböden erfasst werden. Der Erkenntnisgewinn liegt folglich im verbesserten Prozessverständnis über chilenische Vulkanascheböden und bildet damit die Grundlage auch für die Überprüfung der Anwendbarkeit sowie die gemeinsam mit den chilenischen Kollegen geplante physikalisch/physikochemische Charakterisierung der Ascheböden. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Standardisierung der Untersuchungsmethoden für Ascheböden im weltweiten Maßstab geleistet. Die Interaktion zwischen physikalischen und mechanischen Eigenschaften und deren Ausprägung in Landschaften zu quantifizieren sind Ziel dieses Antrags.

Bearbeiter: MSc. P.Neuman

 

Projektträger: DFG