Abteilung Bodenkunde

Wasserhaushalt geschichteter mineralischer Deponieabdichtungen – Das Beispiel Rastorf

Die sichere Abdichtung von Abfalldeponiekörpern kann durch den Einsatz von natürlich vorliegendem mineralischem Dichtmaterial vor allem bei sachgemäßer Anwendung auch langfristig eine genaue Steuerung der internen Wasserhaushaltssituation gewährleisten. mehr... Daher soll ein geschichtetes mineralisches Abdeckungssystem auf in situ Bedingungen übertragen und unter Realbedingungen dann auch auf ihre Funktionsfähigkeit und Einbauanforderungen überprüft werden. Hinsichtlich der Funktionsfähigkeitsanalyse werden auf der Deponie Rastorf an repräsentativen Standorten am Hang über kontinuierliche Tensiometer und Wassergehaltsmessungen und unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen die Wasserbilanz im Jahresverlauf ermittelt und auf der Grundlage der mittels dreidimensionaler Analyse erfassten räumlichen hydraulischen Leitfähigkeiten am Hang (Tensorfunktionen) auch die Einbaurandbedingungen definiert.

Rastorf 1 Rastorf 2

Ziel ist damit die Validierung einer theoretisch sehr gut nachgewiesenen Dichtungswirkung unter Freilandbedingungen, um ein wirtschaftliches und langfristig sicheres (dichtes) Deponieabdichtungssystem zu erstellen. Dränagestränge in der Abdichtung sollen darüber hinaus dafür genutzt werden, nicht nur überschüssiges Niederschlags- und gravitativ abwärts fließendes Bodenwasser aus der Abdichtung abzuführen, sondern sie sollen auch hinsichtlich der Wiederbefeuchtung bzw. der Kontrolle des aktuellen Wassergehalts sowie Quellungszustandes genutzt werden. Dieses stellt ein Maß für die Dichtungsfunktion dar. Damit verbunden ist gleichzeitig auch die Verwendung natürlicher Substrate als Speicher- und Diffusionsbarriere für aus der Deponie entweichende Gase.

Rastorf

Bearbeiter: Steffen Beck-Broichsitter
Projektträger: Gefördert von der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein