Abteilung Bodenkunde

13. Einfluss der Vorbehandlung von Bodenmaterial bei der Körnungsanalyse als Folge von Aggregierung (Masterarbeit)

Die herkömmliche Korngrößenanalyse zur Bestimmung der Bodenart (prozentuale Anteile von Sand, Schluff und Ton) entfernt sämtliche verklebende Elemente, um nur die mineralische Phase zu erhalten und damit die Primärpartikel. Aus der Bodenart werden dann häufig weitere Informationen abgeleitet. Allerdings gibt es Zweifel, mehr...  ob für dies für alle Parameter sinnvoll ist, denn der reale Boden weist eigentlich eine andere „Korngrößenverteilung“ auf, da er verkittet, d. h. aggregiert ist. So können z. B. bestimmte Böden durch extreme Verkittung trotz einer eigentlich schluffigen Körnung wie Sande reagieren (Pseudosande). Von Interesse sind hier daher die Vergleiche von Korngrößenverteilungen nach unterschiedlicher Vorbehandlung von Bodenproben und die aus diesen unterschiedlichen Bodenarten folgenden Abweichungen bei abgeleiteten Parametern. Besonders große Fehler werden bei Modellen erwartet, die aus Datenbanken die Variablen schätzen (Pedotransferfunktionen), wie sie z. B. bei der van-Genuchten-Gleichung zur Wasserretentionskurve (pF-WG-Kurve) zum Tragen kommen.
Zudem kann das Weglassen einzelner Separationsschritte wertvolle Information darüber geben, wie z. B. die organische Substanz zur Aggregierung beiträgt. Daher ist besonders die unterschiedliche starke Entfernung von organischer Substanz eine Möglichkeit, deren Qualität für die Mikroaggregierung zu erfassen. Daher spielt der Humusgehalt der Proben hier zusätzlich eine Rolle.

  • experimentell
    vorzugsweise als Masterarbeit
    keine besonderen Voraussetzungen


Ansprechpartner: Prof. Dr. Rainer Horn